Felicia Langer

Felicia Langer: Um Hoffnung kämpfen

Lamuv Taschenbuch 345, 240 Seiten, ISBN 978-3-88977-688-4, 9,90 Euro

 
Kein Frieden in Nahost: Sie möchte jedoch dem Hass eine Kraft entgegensetzen, die Liebe, die sie selbst erfahren hat. Sie ist erfüllt von Hoffnung. Einer Hoffnung, für die gestritten werden muss, gegen das Unrecht.
In diesem sehr persönlichen Buch schildert Felicia Langer, was sie bestärkt, sich für Versöhnung und Frieden einzusetzen.

Felicia Langer, Israeli, Anwältin und Trägerin des Alternativen Nobelpreises, des „Right Livelihood Award“, schloss 1990 ihre Anwaltskanzlei in Jerusalem aus Protest, weil sie keine Chance mehr sah, vor Militärgerichten etwas für ihre Klienten erreichen zu können.
Sie zog 1990 nach Deutschland, ins „Land der Täter“, um „von hier aus für die Rechte der Palästinenser zu kämpfen.“ (Ludwig Watzal, Neue Zürcher Zeitung)

2005 erhielt Felicia Langer für ihr Eintreten für die Menschenrechte den Erich-Mühsam-Preis. Zuletzt erschienen „Felicia Langer – Die Frau, die niemals schweigt – Stationen eines Lebens“ (Lamuv Taschenbuch 337) und Felicia Langer: „Die Entrechtung der Palästinenser – 40 Jahre israelische Besatzung“ (Lamuv Taschenbuch 342).

Alice Schwarzer: „Felicia Langer hat nicht den einfachen Weg gewählt. Ihre Eltern, polnisch-jüdische Großbürger, flüchten mit dem Kind vor den Nazis nach Russland. Ihr Vater stirbt an den Folgen der stalinistischen Gefängnisse. Die meisten ihrer Verwandten werden in Konzentrationslagern ermordet. Und ihr späterer Mann überlebt fünf KZs. 1950 folgt sie ihrer Mutter nach Israel ...
Felicia Langer, die am eigenen Leib die Erfahrung der Vertreibung, Misere und Demütigung mitgemacht hat, ist auch in Israel nicht bereit, die Augen zu verschließen: Für sie sind die Palästinenser keine ‚dreckigen Araber‘.
1959, als ihr Sohn sechs ist, fängt sie an, Jura zu studieren, 1965 wird sie Anwältin – ‚um zu helfen‘. Wem will sie helfen? Den Ärmsten der Armen in Israel, den vertriebenen, gefolterten und ermordeten palästinensischen Männern, Frauen und Kindern ... Sie, eine Frau allein, stellt sich gegen den Terror der Politik der Eisernen Faust: Die junge Anwältin holt die Gefolterten aus den Gefängnissen, kämpft mit den Familien in den zerstörten Häusern um das Recht auf Verbleib und informiert weltweit die Öffentlichkeit ... Felicia Langer ... will nicht mithassen, sondern ‚mitlieben‘, wie Antigone.“

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